Tag 1:
Nach unserem Sieg im Landesentscheid Niedersachsens hatten wir, die Mannschaft der Bismarckschule Hannover, uns für das Bundesfinale „Jugend trainiert für Olympia“ in Berlin qualifiziert. Nach einigen gemeinsamen Trainingseinheiten war es dann endlich soweit. Am Dienstag den 22.September trafen wir uns am Hbf Hannover zur gemeinsamen Fahrt, nach dem bekannten Motto: „Berlin, Berlin wir fahren nach Berlin“!
Nach einer zweistündigen Zugfahrt kamen wir gegen 11Uhr am neuen Berliner Bahnhof an. Ein Teil des Bahnhofs war extra für die „Jugend trainiert für Olympia-Fahrern“ aus ganz Deutschland eingerichtet worden. Mit Gewinnspielen und Attraktionen vertrieben wir uns die Zeit, bis wir unseren Anschlussbus zur Jugendherberge nehmen konnten. Nach kurzer Zeit des Zimmerbeziehens fuhren wir, eingekleidet mit unseren neuen Trainingsanzügen (Danke an die Sponsoren!), in die Niedersächsische Landesbotschaft. Hier wurden wir von der Kultusministerin des Landes, Frau Heister-Neumann, begrüßt. Kapitän Max Schnepel stellte kurz die Bismarckschule und unsere sportlichen Ziele für das Turnier vor. Nach einer Stärkung am bereitgestellten Buffet schauten wir uns gemeinsam das Brandenburger Tor und das Judendenkmal an. Mit Bus und Bahn ging es dann zurück zur Jugendherberge. Noch einmal schlafen, dann würde es endlich losgehen.
Tag 2:
Endlich war es soweit! Nach frühem Wecken, einem Morgenlauf und einem guten Frühstück ging es gegen 7.15 Uhr Richtung „Berliner Hockey Club“, wo dieses Turnier gespielt wurde. Nach ca. einer ¾ Stunde kamen wir dort an.
Einspielen auf dem Platz, eine kurze Besprechung und Einstimmung. Punkt 9.00 Uhr ging es gegen das Johann-Gottfried-Herder Gymnasium aus Sachsen-Anhalt los. Dafür, dass wir nicht wussten, wo wir vor Turnierbeginn standen, lief es sehr gut und wir gewannen 17:0! Eine Stunde Pause bis zum nächsten Spiel.
Nun ging es gegen eines der favorisierten Teams, das Moltkegymnasium aus Krefeld. Mit einer stabilen Abwehr um einen gut aufgelegten TW Louis Lambert gewannen wir trotz eines 0: 1 Rückstandes recht souverän 4: 2. Ohne etwas vorwegzunehmen, es war eines unserer besten Spiele im Turnier. Die Zwischenrunde war erreicht.
Es folgte nach einer weiteren Stunde das letzte Gruppenspiel gegen die Alfred-Delp-Schule Hargesheim aus der Pfalz. 7: 0 hieß es nach 25 Minuten und wir waren Gruppenerster mit einem imponierenden Torverhältnis von 28:2 und 9 Punkten.
Es folgte bei bestem Wetter und guter Stimmung ein leckeres Mittagessen im BHC. Dann machten wir uns auf Richtung Jugendherberge. Nach dem Duschen ging es auf eine kleine Stadtrundfahrt mit den Zielen Gedächtniskirche, KaDeWe und Schloss Bellevue. Ganz schön anstrengend so ein Tag in der Haupstadt !
Tag 3:
Die Zwischenrunde stand nun an. Mit demselben Zeitplan, guter Laune und viel Optimismus „reisten“ wir wieder zum Platz.
Der erste Gegner war die Tilemannschule aus Limburg. Natürlich waren unsere Gruppengegner nun von einem anderen Kaliber als am Vortag. Sehr konzentriert gingen wir zur Sache und gewannen schließlich verdient mit 6:4. Nun wussten wir, dass wir mit dem nächsten Spiel und einem Sieg gegen das Hamburger Christianeum einen Riesenschritt Richtung Halbfinale machen konnten. Zur Halbzeit ein gerechtes 0:0. Unser Coach Jan Seidig machte uns in der Halbzeit noch einmal richtig heiß und meinte, wenn wir so weiter spielen würden, würde uns das entscheidende Tor schon noch gelingen. So kam es dann auch! Nach Foul an Max Godau verwandelte der Capitano Max Schnepel den fälligen 7m sicher.
Es folgte umgehend eine Kombination über Jakob Kobabe und Pelle Löwe und wiederum Max S. verwandelte zum 2:0. Danach kontrollierten wir das Spiel und brachten den Sieg sicher nach Hause. Halbfinale!
Doch wir wollten unsere Siegesserie fortsetzen und schafften mit dem 4:2 gegen das Melanchthon Gymnasium aus Bayern den ersten Gruppenplatz.
Nach dem Essen im Clubhaus waren die ersten Verschleißerscheinungen nach nunmehr 6 Spielen in 2 Tagen leicht zu spüren. Die meisten Spieler entschlossen sich nach kurzem Gang in die Stadt einfach mal die Beine hochzulegen. Am nächsten Tag wartete schließlich der Titelverteidiger aus Bremen.
Tag 4:
Gleiche Abläufe wie an den Vortagen, denn Aberglaube gehört dazu.
Alle waren eigentlich gut drauf! Doch bei diesem Spiel war nichts wie an den vorangegangenen Tagen. Louis hatte als Einziger Normalform, doch das reichte gegen starke Bremer vom Ökumenischem Gymnasium diesmal nicht. Es gab ein sattes 0:6 und wir standen recht bedröppelt da! „Eindeutig Kopfsache“ sagten Außenstehende.
Nach kurzer Frustphase und einigen aufmunternden Worten durch Coach Jan und die gute Seele Monica Winkler kamen recht schnell die Gedanken zurück, jetzt unbedingt aufs Treppchen zu wollen!
Es gab ja auch Medaillen für den dritten Platz und mit einem Sieg macht es einfach mehr Spaß, ein solch großes Turnier zu beenden.
Nach der vollen Stunde hieß im Spiel um Platz 3 wiederum der Gegner Christianeum aus Hamburg. Nach 0:1 Rückstand und kurzer Schockphase richteten wir uns schnell wieder auf und fanden ins Spiel zurück. 4 x Max Schnepel, eine starke Abwehr um Alexander Winkler und Jakob Kobabe, gute Zuspiele durch Pelle Löwe und Max Godau und ein Ole Riemenschneider, der immer da war, wenn man Ihn brauchte, machten den sicheren 4:2 Erfolg perfekt. Geschafft!
3. Platz mit nur einer Niederlage im gesamten Turnier; wenn uns das Einer vorher gesagt hätte…
Die Stimmung war danach bei allen Spielern und im Umfeld bestens. Wir schauten das Endspiel an, mit dem aus unserer Sicht etwas glücklichen Erfolg für den Titelverteidiger aus Bremen und warteten dann auf die Siegerehrung.
Nach den Mädchen (Niedersachsen 4.Platz) war es dann soweit: Als drittletzte Mannschaft von allen wurden wir aufgerufen und bekamen unsere Medaillen durch die Nationalspieler Kevin Lim und Martin Zwicker vom Berliner Hockeyclub überreicht! Ein Essen und das „Trösten“ der Mädchen vom Braunschweiger Gymnasium waren die letzten Momente auf der Anlage.
Ein weiterer Höhepunkt sollte aber noch auf uns warten! Die offizielle Siegerehrung in der Max-Schmeling Halle stand noch aus. Frisch gestylt machten wir uns auf den Weg. Hier waren alle Sportarten und Schulen versammelt, ca. 3000 ( grob geschätzt ) waren in der Halle!
Die ersten drei jeder Sportart wurden unter dem Applaus Aller geehrt. Max Schnepel als Kapitän durfte auf der Bühne den Pokal entgegennehmen und war wie alle in unserer Mannschaft mit dem Erreichten mehr als zufrieden! Richtig Klasse an diesen Tagen in Berlin war aber die Tatsache, daß, obwohl nicht immer alle spielen konnten oder durften, eine tolle Stimmung und Geschlossenheit in unserer Mannschaft herrschte, die richtig Spaß gemacht hat. Ganz herzlich möchten wir uns bedanken bei unserem Coach Jan Seidig und unserer Betreuerin Monica Winkler und natürlich auch bei den „Assistenten“ Jürgen Schnepel und Andreas Lambert. Es war für uns alle eine riesige Erfahrung und wir können nur allen empfehlen:
Berlin, Berlin wir fahren nach Berlin … !
Es waren dabei: Torwart Louis Lambert, Max Godau, Max Hawellek, Jakob Kobabe, Pelle Löwe, Tim Martynczuk, Ole Riemenschneider, Max Schnepel, Philipp Voß und Alexander Winkler.
Coach: Jan Seidig und Betreuerin: Monica Winkler
Autoren: Pelle Löwe und Max Schnepel im Oktober 2009
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